22

Jan
2012
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ELEEP #2: Grün ist das neue Marmor in den USA

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Sorry, die tägliche Berichterstattung hat wohl doch nicht so geklappt. Damit nun doch noch ein paar Infos hängen bleiben, werde ich hier die Highlights nochmal fotografisch teilen und etwas beschreiben. Mein ELEEP-Kollege Andrew Holland hat in seinem Blog noch detaillierter berichtet.

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Dieses Foto ist aus dem Meetingraum des Energieversorgers DT-Energy. Dieses Meeting t hat eines sehr deutlich gemacht. Wenn Energie so billig ist (11-13ct/kWh für Privathaushalte, deutlich weniger für Industrie) wirds etwas schwierig mit Erneuerbaren. Das Ziel für 2020: 1000 MW Wind und 20 MW PV (bei Einstrahlungsverhältnissen von Norditalien). Was aber auch klar ist, sobald sich die Energiepreise ändern, wird man gar nicht so schnell schauen können und die USA wird zum grünen Riesen, bis dahin ist grün eben Prestigesache (s.u).

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Den größten Impact im Veränderungsprozess von Detroit, wird das Immobilienprojekt von Dan Gilbert, der Gründer von Quicken Loans haben. Nachdem sein Immobilienunternehmen Bedrock letztes Jahre drei Skyscraper in Downtown aufgekauft haben und mit ihren tausenden Mitarbeitern die Stadt wieder beleben, wird auch bald ein neuer Skypscraper – angeblich das grünste Hochhaus weltweit – die Skyline schmücken. Diese Wörter (“greenest building in the world”) hab ich auf der Reise übrigens mehrfach gehört. “Green sells” ist das Gebot der Stunde.

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Nebenbei investiert das Unternehmen in Entrepreneurship und hat einige sehr schmucke Inkubatoren aufgebaut. Madison ist angeblich der neue HotSpot der Gründerszene.

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Über die Detroit Motorshow, die wir im Schnelldurchlauf von 7-8 Uhr früh besucht haben, gibts im ÖkoEnergieblog einen Bericht von mir. Das schmucke Teil hier ist die Antwort von BMW auf den Tesla.

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Ein Ereignis der besondern Art, war die Besichtigung von Projekt Heidelberg. Nachdem man eine Weile durch verfallene Siedlungen im Osten Detroits fährt, taucht auf einmal diese eigenartige Kunstwelt auf, die einen einfach nur faszinieren kann. Das könnte mal ein Touristenmagnet werden, sobald sich die Stadt mal von seinem Schmuddelimage befreit hat.

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Die zweiter Hältfe der Tour fand in Pittsburgh statt. Eine Stadt, die gemeinsam mit dem Fall der Stahlindustrie mit verheerender Luftverschmutzung und hoher Abwanderung zu kämpfen hatte. Die Stadt hat sich mittlerweile erholt und vor allem die Gesunheitsindustrie (Überraschung…) und die Energieindustrie haben wieder Fuß gefasst. Ein Riesenthema ist dort das Marcellus Schiefergasfeld. Die Förderung wird dort vorangetrieben obwohl das Grundwasserthema nicht restlos geklärt ist. Die Einstellung ist eher so: Wir haben es auch schon geschafft “gelbe Luft” wieder halbwegs sauber zu kriegen, das mit dem Wasser schaffen wir also auch, außerdem führt das auch zu Wirtschaftswachstum… Der Wortlaut war natürlich nicht ganz so, aber das ist die Message, die bei mir angekommen ist.

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Neben dem Thema Schiefergas setzt Pittburgh stark auf “Green Buildings”. Angeblich gibt es dort die höchste Dichte an LEED zertifizierten Großprojekten (Hier eine Liste). Bei zweien durften wir vorbeischauen. Bei den PNG Bank und dem auf dem Bild zu sehenden neuen Projekt vom Phipps Conservatory. Hier ein toller Film, der einen ganz guten Eindruck von dem Projekt und dem Plan des neuen Gebäudes, welches gerade im Bau ist, gibt. Es soll ebenfalls, “the greenest building in the world” werden. In diesem Fall könnte ich es mir sogar vorstellen. Die Leute die dahinterstehen sind starkt daran interessiert, wirklich das “Richtige” zu tun und nicht jene Technologie, die sich vermeintlich am Schnellsten rechnet. Hier eine tolle Auflistung aller Punkte, die beim Neubau berücksichtig werden. Richard Piachentini, der Kopf hinter allen Bemühungen hat mich auch auf den Claim, der sich durch viele us-amerikanische Projekte zieht, gebracht: Green is the new marble. Über dieses Projekt werde ich auch noch näher im ÖkoEnergieblog berichten.

 

 


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