Themensammlung für Artikel zu Photovoltaik Einspeisevergütung’

1

Mrz
2013
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Blogbuchpräsentation: Treibhaus voll wie nie!

Blog, Buch, Österreich

Letzte Woche fand die lang erwartete Blogbuchpräsentation statt. Zugegebenermaßen war ich nicht sicher wie viele Leute kommen würden. Umso mehr hat es mich gefreut, dass das Treibhaus gerammelt voll war.

Durch die sympathische Moderation von Jennifer Frank wurde das trockene Thema Solarenergie etwas aufgelockert! Vielen Dank an die Gäste und natürlich die Herren am Podium!

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18

Sep
2012

Die neuen Einspeisetarife für 2013 sind da!!!!

Einspeisetarife780-Photovoltaik-Osterreich-2013.jpg.scaled1000Es ist kaum zu fassen. Wir haben gerade erst September und die Politik beglückt uns noch vor der Jahreswende mit den neuen Einspeisetarifen!! Wir erinnern uns:  Letztes Jahr hatte man am 28.12 noch keine Ahnung wie der Tarif aussehen wird. Er wurde erst am 30.12 veröffentlicht.

Jedenfalls ist er jetzt da der Tarif und die Branche freut sich. Die Tarife wurden abermals deutlich gekürzt (was ob des Preisverfalles zu erwarten war) und offensichtlich meint man, dass in Zeiten von Verwaltungsreformen auch ruhig noch etwas mehr Bürokratie in die Förderungen passen. Die ohnehin heillos überforderte und unterbesetzte Ökostromabwicklungsstelle (OeMAG) wirds den Ministerien danken.

Neue Modelle – Vereinfacht aber komplizierter…

Es hat sich also einiges geändert bei den neuen Tarifen. Einerseits wurden die verschiedenen Klassen abgeschafft (früher unterschied man zwischen kleineren und größeren Anlagen) und außerdem bekommen Aufdachanlagen noch ein Investzuckerl von € 200/kWp. Hat sich die Arbeiterkammer also doch durchgesetzt, die bekanntlich immer schon für die Investförderung eintritt, statt einer innovationsfördernen Tarifförderung. Aber bitte, soll so sein. Ich habe mir erlaubt einige Verbildlichungen des derzeitigen Modells anzufertigen und habe absichtlich der Vereinfachung halber im Jahr 2011 die Zahlen gerundet, da sie sonst mit 2012 und 2013 nicht mehr vergleichbar wären. Außerdem wollte ich endlich auch die Investförderung mit ins Bild nehmen, damit die Konsumenten auch wirklich sehen, wo die Unterschiede der beiden Fördermodelle liegen.

Hier nochmal die Kurzfassung: Österreich arbeitet mit zwei verschiedenen Fördermodellen, die von zwei verschiedenen Behörden verwaltet werden.

Investförderung vs. Tarifförderung

Die Investförderung des KLIEN (brauner Balken), bei der ca. 30% der Inveskosten gefördert werden, ist auf eine Anlagengröße von 5 kWp beschränkt. Der Endkunde muss sich selbst darum kümmern, wie sein Strom verbraucht wird. Hoher Eigenverbrauch ist hier der Schlüssel zum wirktschaftlichen Erfolg, denn der überschüssige Strom wird in der Regel nur zum Marktpreis vergütet (ca. 5ct/kWh), es sei den man verhandelt geschickt mit dem Stromversorger.

Das zweite Modell ist die Tarifförderung bei der der gesamte Strom (Volleinspeisung) zu einem geförderten Tarif eingespeist wird. Lag dieser Tarif vor wenigen Jahren (2010) noch bei 38ct/kWh liegt er nun bei 18,12 ct/kWh wenn die Anlage auf einem Dach montiert ist. Daran sieht man die unfassbar rasante Entwicklung dieser Technologie, denn nur aufgrund fallender Preise sind solche Veränderungen möglich.

Einspeisetarife-780-Photovoltaik-Osterreich-2011-2012-2013.jpg.scaled1000

Mein Tipp: SOFORT anfangen zu planen!!

Drollig finde ich im aktuellen Bundesgesetzblatt auch, dass noch Tarife für 2012 veröffentlicht wurden. Als ob noch Geld für heuer übrig wäre, aber das ist wohl irgendwie der Form halber drinnen. Wichtig für alle ist deshalb lediglich der Block aus 2013 und auch, dass am 1.1. bereits alle Genehmigungen vorliegen müssen, um einen Tarif zu bekommen. Es heisst also sehr rasch handeln, denn länger als ein paar Tage im Jänner wird auch nächstes Jahr der Topf nicht gefüllt sein und die Genehmigungen für kleinere Anlagen (bis 30 kWp) können durchaus 2-3 Monate in Anspruch nehmen und jene für im Bereich 100-500 kWp muss man locker 6-8 Monate einplanen, aber ich denke, dass sehr viele diese Wartezeiten haben und daher mit ein wenig Glück die Großanlagen nicht alle schon am 1.1. fertig genehmigt sind.

Ich wurde letzte Woche auch über Photovoltaik in Österreich in diesem Podcast interviewt. Damals standen die Tarife noch nicht fest, deshalb sagte ich, dass sie derzeit so zwischen 18-22 ct liegen. Es freut mich, dass ich so eine Punktlandung gemacht habe.

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28

Dez
2011
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Anleitung zum Berechnen der Einspeisevergütung

Einspeisetarife_photovoltaik_osterreich

Wir schreiben den 28. Dezember 2011. Drei Tage bevor ein neuerlicher Ansturm auf den Fördertopf beginnt. Die PV-Branche sitzt aber nach wie vor im Dunkeln wie die Fördertarife nächstes Jahr aussehen werden. Fairerweise muss man dazusagen, dass nichts Anderes zu erwarten war und soo furchtbar schlimm find ich das nun auch wieder nicht. Wer eine Anlage bauen will, sollte schleunigst mit den Planung beginnen. Das war die letzten Jahre schon so und gilt auch heute und morgen. Tarife gibt es immer, die nötigen Genehmigungen sind aber genau dann nicht da, wenn gerade ein neuer Topf geöffnet wird. Aber zurück zu den Tarifen. 

Inspiriert für diesen Beitrag wurde ich heute im Photovoltaik-Forum. Dort läuft ebenfalls gerade eine Diskussion darüber und anscheinend sind dort auch einige Insider zu Hause aber leset selbst. Beim Lesen habe ich mir dann selbst Gedanken darüber gemacht, wie der Tarif wohl nächstes Jahr aussehen wird und mich gefragt wie unsere Politiker da vorgehen.

  • Gibt es dafür irgendein Handbuch?
  • Holen sie sich externe Berater?
  • Wird gewürfelt oder ist es gar wieder einer dieser Kuhhandelaktionen?

Nachdem mir dann eingefallen ist, dass ich selbst im Besitz eines solchen Handbuchs bin, hab ich mich hingesetzt und mal durchgerechnet wie der nächste Tarif aussehen sollte/könnte. Im Buch “Was Sie über Photovoltaikanlagen wissen sollten” steht tatsächlich eine Formel für diesen Fall, ok – vielleicht nicht für genau diesen Fall, aber ich hab ja schließlich irgendwann mal gelernt Formeln umzuwandeln und zu meiner Überraschung habe ich es noch nicht verlernt. 

In dem Kapitel geht es eigentlich darum, sich auszurechnen, was bei geltendem Tarif die Preisobergrenze für eine PV Anlage ist, wenn bei einer 100% Fremdfinanzierung kein zusätzliches Eigenkapital eingesetzt oder bei einer 100% Eigenkapitalfinanzierung eine Rendite im Bereich von 5-6% erzielt werden soll. 

Preisobergrenze netto [EUR/kWp]=Einspeisevergütung [EUR]*jährliche Einstrahlung auf die horizontale Fläche [kWh/m2]*Wfk [m2/(kWh*kWp]

Für diese Formel bedient sich der Autor eines PV-Wirtschaftlichkeitsfaktor. Im vorliegenden Beispiel liegt dieser bei 8,5. dieser gilt aber nur bei idealem Neigungs- und Drehwinkel, also einer Dacheffizienz von 100% und bei effektiven Darlehenszinsen von 5%. Bei einem Flachdach liegt die Dacheffizeient nur bei 85% und der Wirtschaftlichkeitsfaktor liegt bei 7,2. 

Wenn nun die aktuellen Marktpreise halbwegs bekannt sind, könnte man sich die Tarife doch ausrechnen, oder? Zuerst formen wir aber die Formel um:

Einspeisevergütung [EUR]= Preisobergrenze netto [EUR/kWp]/jährliche Einstrahlung auf die horizontale Fläche [kWh/m2]*Wfk [m2/(kWh*kWp]

Hier nun ein paar  Beispiele mit einer Preisobergrenze von € 2800,-bzw. € 2500,-, Wirtschafltlichkeitsfaktor von 8,5 und einer Einstrahlung von 1100kWh/m2. 

Einspeisevergütung [EUR]= 2800/1100/8,5=0,299 ct/kWh
Einspeisevergütung [EUR]= 2500/1100/8,5=0,267 ct/kWh 

Das Spiel könnte man nun ewig so weiterspielen, aber ich finde diese Formel wirklich spannend und sie zeigt auch wo die Reise hingehen könnte. Man sieht auch, dass es sich lohnen würde einen gesonderten Tarif für Flachdächer einzuführen da die 100%ige Dacheffizienz nicht gegeben ist und gerade Gewerbebetriebe predestiniert wären den Strom, der untertags gebraucht wird, selbst zu produzieren. 

Wer oben nicht auf den Link geklickt hat: Hier die derzeitigen Insiderinformationen für die nächstjährigen Tarife. Aber Achtung, das sind nur Gerüchte!

Aufdach
5 kWp bis 20 kWp …………. 27,6 Cent/kWh
über 20 kWp …………………..23,0 Cent/kWh

Freiland
5 kWp bis 20 kWp ……….. 25 Cent/kWh
über 20 kWp ……………….. 19 Cent/kWh.

Mit meiner Berechnung liegt ich da eh schon recht nah dran. Ich bin dann mal gespannt und bereite weiter Projekte für die Einreichung vor! 

Bild: sxc.hu | (c) Ivan Prole

 


 





 

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6

Sep
2011

Die ominöse OeMAG-Warteliste – Private Einblicke

Heute habe ich ein ganz besonderes Schmankerl für Sie. Den offiziellen Brief der OeMAG über die Kürzung des Einspeisetarifes für meine 10kWp Anlage.  Man liest ja in letzter Zeit immer wieder über diese komische Warteliste und dass es nun die Möglichkeit auf sofortige Kontrahierung (Vertragsabschluss) gibt. Ich bin eine der 4.466 Glücklichen, die unten stehenden Brief erhalten haben und möchte diesen mit Ihnen teilen, da das etwas mehr Praxisbezug in die Diskussion bringt. Ich habe noch keine öffentliche Stellungnahme und vor allem Handlungsempfehlung zu diesem Brief gefunden, deshalb hier zumindest ein kleiner Einblick:

OEMAG_Antrag.pdf
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Ich möchte hier ein paar öffentliche Fragen stellen und erläutern, wie ich die Dinge sehe. Bei den folgenden Erläuterungen handelt es sich um meine persönliche Meinung, mit dem Ziel, dass im Kommentarfeld weitere Informationen gesammelt werden und offene Fragen beantwortet werden.

Meine Vorgehensweise

Als ich den Brief bekam waren einige Fragen offen. Was passiert, wenn ich das Angebot nicht annehme, und gibt es nicht doch noch irgendeine Möglichkeit den 38ct Tarif zu bekommen? Im Brief wird diesbezüglich etwas um den heißen Brei herumgeredet, bzw. ergibt sich die Antwort aus den folgenden zwei Absätzen, die im Schreiben der OeMAG aber nicht direkt untereinander stehen.

“Nehmen Anlagen, welche aufgrund des Einreichdatums früher gereiht sind, das Angebot an, rücken die dahinter gereihten Anlagen im bestehenden Kontingent nicht nach. Wird von der Möglichkeit eines sofortigen Vertragsabschlusses kein Gebrauch gemacht, so bleibt der Tarif, der zum Zeitpunkt der Antragstellung verordnet war, aufrecht. Der Förderantrag wird jedoch erst im Jahr gemäß Warteliste abgeschlossen, sofern die drei Jahresfrist ab Antragstellung nicht verstrichen ist. Wäre dies der Fall, erlischt der Antrag ersatzlos.”

Weiter unten heißt es dann:

“Bitte beachten Sie aber zusätzlich, dass gem. §100 Abs.7 ÖkostromG. Ihr Förderantrag und damit Ihr Recht auf Abschluss eines Abnahmevertrages mit der OeMAG zu den verordneten Einspeisetarifen jedenfalls nach Ablauf des dritten Folgejahres nach Einlagen des Antrages erlischt und ein Vertragsabschluss nicht mehr möglich ist.”

Die zwei relevanten Daten sind also das “Jahr gemäß Warteliste”, also das Jahr der Reihung –  in meinem Fall 2022 – und das Datum der Antragstellung mit 10.3.2011.

Meine Entscheidung: JA, NATÜRLICH!  

Im ersten Absatz wird klargemacht, dass ich bei Nichtannahme der Kontrahierung erst 2022 mit einem Vertragsabschluss rechnen kann, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass bis dahin noch keine drei Jahre vergangen sind. Da zwischen 2011 und 2022 satte 11 Jahre liegen und Anlagen eben nicht nachrücken, bleibt mir nichts anderes übrig als anzunehmen, um überhaupt eine Chance auf Kontrahierung zu haben. Auch wenn ich das Angebot zur sofortigen Kontrahierung natürlich ohnehin angenommen hätte, hätte ich mir doch gewünscht, dass diese Aussage etwas deutlicher hervorgestrichen wird. De facto haben alle Anlagen, die in der Warteliste im Jahr 2014 oder später liegen, nur diese eine Möglichkeit.

Ist es klug den Antrag nicht anzunehmen? – EHER NEIN!

Wie müsste nun die Anlage, die doch noch die 38ct bekommt, aussehen? Ich kann die Frage nicht mit Sicherheit beantworten, deshalb hier eine Einladung zu Gegenvorschlägen: Das Kontrahierungsdatum müsste im Jahr 2011, 2012 oder 2013 stehen und die Antragstellung müsste nach dem 1.1.2009 erfolgt sein. Ich habe im Photovoltaik-Forum einen Fall gefunden, der diesen Kriterien entspricht. Einreichung im Juli 2010 und Kontrahierung 2013. Es sieht also so aus, als wäre der Großteil der Einreichungen Ende 2010 passiert (denn weshalb wäre sonst einerseits im Juli 2010 noch eine Reihung im Jahr 2013 möglich gewesen, wenn andererseits die Warteliste Anfang 2011 bereits ins Jahr 2022 reichte).

Jedenfalls bin ich froh nicht vor der Entscheidung zu stehen, ob ich nun warten soll oder nicht. Laut OeMAG bekommt man zwar theoretisch in dem zugesicherten Jahr den 38ct Tarif; garantieren kann das aber anscheinend niemand, weil man nicht genau weiß, was sich die Herren und Damen Politiker noch alles einfallen lassen könnten. Hier sind wohl Zockereigenschaften gefragt. Eine 38ct Anlage mit 2012er oder sogar 2013 Preisen zu bauen, klingt schon verlockend – andererseits heisst es so schön: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Bitte diesen Artikel nicht missverstehen: Es ist eine Riesenchance, dass es diesen Abbau überhaupt gibt und ich bin mehr als dankbar dafür. Die 29,45ct sind bei Weitem nicht zu viel, aber dennoch ausreichend für den Bau; mir fehlt lediglich die Kommunikation der Dringlichkeit, die dieses Schreiben mit sich bringt.

First Come, – First Serve? – Gute Nachrichten aus der Kontingentdatenbank

Ein weiterer Punkt, der Fragen aufwirft ist der Satz “First Come, First Serve” am Ende des Schreibens. Man könnte vermuten, dass es hier wieder darum geht, so schnell wie möglich einzureichen. Eine Nachfrage bei der OeMAG hat ergeben, dass sich das nur auf Personen bezieht, die nach dem 1. August eine Anlage beantragen. Alle die vor Inkrafttreten des “Abbaus” eine Anlage eingereicht haben, können sich einer Kontrahierungsmöglichkeit sicher sein. Das Geld das nachher noch übrig ist, wird für neue Anlagen verwendet.

Ein Blick in die Kontingentdatenbank bringt in diesem Zusammenhang ebenfalls interessante Erkenntnisse. Mit Datum 13.9.2011 waren € 16,1 Mio. der für den Abbau der Warteliste vorgesehenen € 28 Mio ausgeschöpft. Der Standard hat einen interessanten Artikel dazu geschrieben. Hier außerdem der Link zur aktuellen Kontingentliste die tagesaktuell gehalten wird. (Quelle:OeMAG)

Oemag1309

Da davon auszugehen ist, dass jeder der die Lage erkannt hat, den Antrag bereits angenommen hat, frage ich mich, ob es hier noch eine Informationskampagne bräuchte, um jene Leute wachzurütteln, die den Wert dieses Briefes noch nicht erkannt haben. Ich werde sogar angesprochen, ob ich Leute kenne, die diesen Brief erhalten haben, im Moment aber kein Geld dafür haben. Es gäbe hier also auch etwas externes Kapital, wenn man nicht selbst bauen möchte.

Zwei wichtige Fristen

Aus meiner Sicht gibt es nun zwei Fristen. Einerseits den 30.9, der für alle gilt, die vor der Gesetzesnovelle einen Antrag gemacht haben und nun diesen Brief bekommen haben, andererseits der Tag an dem sich die Kontingentlsite auf 0 stellt und für heuer keine weiteren Anlagen eingereicht werden können. Dieser Zeitpunkt wird vermutlich noch vor Dezember eintreten.

Die Voraussetzungen für neue Anlagen waren trotzdem nie besser

Was bedeutet das nun? Jeder, der auch nur ansatzweise daran gedacht hat, jemals eine Anlage zu bauen, sollte umgehend einreichen. Die Chancen auch tatsächlich zeitnah etwas zu bekommen, waren nie besser. Wenn der 28 Mio. Topf ausgeschöpft wird, wartet 2012 das neue Gesetz und man ist gewappnet für den 8 Mio. Topf. Es gibt zwar noch keine Tarife für 2012, aber sie werden hoffenltich nicht stark unter denen für 2015 liegen. So viel Preissenkungsdruck kann man der Branche einfach nicht in so kurzer Zeit zumuten.

Ich weiß, bei so vielen “Töpfen” verliert man leicht den Überblick. In verkürzter Form könnte man sagen:

Anträge unbedingt annehmen und nicht zögern neue Anlagen einzureichen!

Weitere Artikel zum neuen Ökostromgesetz

 

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7

Jul
2011
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Das neue Ökostromgesetz ist beschlossen: Die neuen PV-Tarife im Detail

Heute wurde endlich das neue Ökostromgesetz verabschiedet. Nachdem der Vorentwurf ein ziemliches Debakel für die Photovoltaikindustrie war, wurde gehörig nachgebessert. Österreich wird damit zwar nicht den Totaldurchbruch schaffen, aber im nächsten Jahr könnten fast so viele Anlagen gebaut werden, wie in den letzten 10 Jahren zusammen. Von unserem tiefen Niveau weg (100 MWp) ist das zwar nicht sehr schwer, aber man könnte es auch „gesundes Wachstum“ nennen.

 Man muss betonen, dass es sich bei diesem Gesetz um das seit Jahren eingefrorene Tariffördermodell handelt. Seit 5 Jahren konnte nichts mehr mit diesem Modell gebaut werden. In meinen Gesprächen fällt mir immer wieder auf, dass dieses Modell deshalb noch überhaupt nicht in den Köpfen angekommen ist und auch keiner so richtig versteht. Die Investitionsförderung vom KLIEN-Fonds (wo einmalig eine Zuschuss gewährt wird) hat mit diesem Gesetz rein gar nichts zu tun. Hier geht es um die fixierte Zahlung von Einspeisetarifen für jede einzelne Kilowattstunde produzierten Sonnenstrom für Anlagen ab einer Größe von 5kWp. Bis jetzt waren das 38ct/kWh für 13 Jahre. In Europa sind Tariffördermodelle bewiesenermaßen das beste Instrument für diese Technologie, wenn auch fast durchgehend mit 20 Jahren.

93 MWp können mit einem Schlag gebaut werden

Das Gesetz sieht einen Abbau der bis ins 2025 Jahr reichenden Warteliste vor. 4180 PV-Anlagen warten  seit vielen Jahren auf die Gewährung der Tarifförderung. Laut Wirtschaftsministerium sind das 93 MWp Engpassleistung. Wie oben erwähnt bedeutet alleine dieser Abbau eine Verdopplung der derzeit installierten Leistung. Das ist ein wahrer Coup des Gesetzes

1,2 GWp bis 2020 

Etwas trauriger sieht es da bei den Ausbauzielen aus. Bis 2020 sollen durch das neue Gesetz 1,2 GWp installiert werden. Die PV wird dadurch europaweit gesehen auf Zwergenniveau gehalten. Zum Vergleich: In Bayern wurden im Jahr 2010 allein die doppelte Menge, also ziemlich genau 2,4 GWp installiert. Man kann nur hoffen, dass der Markt diesen Zielen selbst einen Strich durch die Rechnung macht und 2015 jegliche Förderungen überflüssig sind.

Wie geht’s weiter?

Falls Sie wie ich eine der Glücklichen sind, die eine Anlage in der Warteschleife haben, sieht die Sache gut aus. Falls nicht, sollten Sie sich, ebenfalls um einen Förderantrag bemühen. Wer dabei Hilfe braucht, kann sich gerne bei mir melden. 

Hier ein Überblick über die aktuellen Degressionstarife (Quelle PV Austria):

3047_oekostrom-tarifabschlaege

 

Was bedeutet das nun? Wenn Sie 2012 den Vertrag annehmen (im Gesetz heißt das „Kontrahierung“) sind die Abschläge noch relativ moderat. Aber auch wenn Ihr Vertrag in ein späteres Kontingent fällt, kann man durch weiter fallenden Anlagenpreisen rechnen eine ganz gute Renabilität erreichen. Der genaue Abwicklungsprozess ist jedoch noch nicht definiert. Man sollte die Augen und Ohren aber offen halten, um nur keine Fristen zu verpassen. 

Abseits der Warteliste

Für Anlagen die nach der Warteliste eingereicht werden gibt es auch ein paar Neuerungen; die werde ich jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen, wenn die Details klarer sind. Nur ein Beispiel vorab: Anlagenbetreiber, die mit 18ct/kWh zufrieden sind, können wahrscheinlich jederzeit einreichen. Ich denke es handelt sich hier um einen “Test”, wie viele zum Preis (der mit Netzparität gleichzusetzen ist) bereit sind zu bauen. Darauf bin ich besonders gespannt. Für Großanlagen ist das unter sehr bestimmten Umständen durchaus eine Option. 

Bloggerkollege Georg Günsberg hat ebenfalls bereits eine erste Stellungsnahme zum neuen Gesetz abgegeben. Hier gehts zum Guensblog. Genaue Updates gibts außerdem immer auf der Seite der PV-Austria. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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8

Apr
2011
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Mein WU-Studium war doch nicht umsonst: Bericht von entscheidenden Sekunden bei der PV-Antragstellung

Mein Studium an der WU war doch nicht umsonst! Juhuu!! Vorgestern habe ich für ein PV-Unternehmen ein paar Anträge beim KLIEN Fonds eingereicht, da es dort um Sekunden geht und eigentlich nur der erste eingegebene Name eine Chance hat. Ich wusste das und habe mich deshalb eingehend auf die 30 entscheidenden Sekunden eingestellt. Geholfen dabei haben mir meine Erfahrungen aus dem WU-Studium, wo es einen ähnlichen Andrang auf Lehrveranstaltungen gegeben hat, wie nun bei der Förderung auf die Anlagen. Damals waren die Plätze für manche LV’s auf die man im Ernstfall wieder 1-2 Semester hätte warten müssen, binnen Sekunden “ausverkauft” und wenn ich Sekunden sage, dann meine ich das. So war es damals sehr wichtig, das System bis ins letzte Detail zu kennen und alle möglichen Instumente einzusetzen, um eine der Glücklichen zu sein. Zu diesen Instrumenten gehörten:

  • Mehrere Fenster gleichzeitig offen haben
  • Freunde ebenfalls mit der Anmeldung beauftragen
  • ATOMUHR einschalten
  • Kenntnis der Systemzeit der WU

Vor allem die letzten beiden Punkte waren essentiell. Anfänger hatten sich auf ihre eigenen Uhren verlassen. Die hatten sowieso keine Chance. Fortgeschrittene verwendeten die Atomuhr, wobei es auch hier oft schon zu spät war. Profis wie ich wussten, dass sich das System um genau 13:59:56 also vier Sekunden früher öffnet und hatte so einen massiven Startvorteil was die Serverüberlastung um 14:00:00 betraf. So ziemlich alle Punkte habe ich auf am Mittwoch eingesetzt

  • Mehrere Fenster öffnen
  • Partner zu eintippen aktivieren und briefen
  • Atomuhr verwenden
  • System kennen und einige Begriffe in Copy&Paste Ablage legen

Was lernen wir nun daraus? Man muss an der WU studiert haben, um in den Genuss einer Förderung zu kommen… Nein Scherz, dieses System ist furchtbar. Es bringt marktentwicklungstechnisch rein gar nichts. Für 3 Monate werden Leute angestellt, die danach wieder etwas anderes machen müssen. Irgendwelche Installateuer und Elektriker bauen im Schnellschuss minderwertige Anlagen und der Preis der Anlage wird ausschließlich aufgrund der Förderung kalkuliert und hat nichts mit einem Marktpreis zu tun.      

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