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Apr
2013
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Photovoltaikanlagen in Österreich um mehr als 500 Euro/kWp teurer als in Deutschland

Zum ersten Mal wurden die Preise von schlüsselfertigen Photovoltaikanlagen in Österreich über das Umfragepanel Photovoltaikumfrage® erhoben. Dachgold war Kooperationspartner und ich freue mich sehr, das Ergebnis nun präsentieren zu dürfen.

Durchschnittspreis liegt bei 2.299,-/kWp netto

Gemäß der Studie betrug im Jahr 2012 der Durchschnittspreis einer schlüsselfertigen Photovoltaikanlage in Österreich über 2.299 Euro/kWp netto. Hingegen betrug der Preis für eine schlüsselfertige Solaranlage in Deutschland durchschnittlich nur 1.760 Euro/kWp netto.  Michael erhebt die Preise in Deutschland laufend und hat so einen tollen Einblick in die aktuellen Entwicklungen. Vielleicht schaffen wir es auch für Österreich eine laufende Preisstudie auf die Beine zu stellen. Transparenz ist einfach sehr wichtig in einem so neuen Markt.

Solaranlagen in Österreich auf hohem Preisniveau

Wer ein wenig Einblick in die Situation in Österreich hat, wird über die Ergebnisse nicht sonderlich überrascht sein. Die vielen verschiedenen Fördersysteme, der wahnsinnige Aufwand in der Projektierung und der Umstand, dass weniger gebaut wird, weil das Finanzierungssystem einfach nicht ausgegoren ist, können nur einen negativen Effekt auf die Preisentwicklung haben. Manchmal kommt es mir so vor als hätten die Verantwortlichen noch nicht verstanden, dass es eigentlich darum geht, dass sich die Förderung irgendwann überflüssig macht und man gezielt daran arbeiten muss, dass das funktioniert. Die Studie deckt auch auf, dass die Preise innerhalb der Bundesländer auch große Unterschiede aufweisen. Das müsste echt nicht sein, wenn man sich endlich auf ein einheitliches System über einen Einspeisetarif einigen würde.

Preisspanne riesig

Noch weniger überrascht mich, dass die Bandbreite bei den Anlagenpreisen echt riesig ist. Die Preisspanne bei in Österreich installierten Solaranlagen betrug im letzten Jahr zwischen 1.450 und 5.400 Euro/kWp netto. In der Haut dessen, der die teure Anlage gebaut hat, möchte ich jetzt nicht stecken. Natürlich ist nicht ersichtlich, was den teuren Preis verursacht hat, aber wundern werden sich manche ganz bestimmt.

Deutsche Solarmodule in Österreich beliebt

Etwas überraschend war für mich, dass die Österreicher deutsche Qualität bevorzugen. Während in Deutschland schon mehr chinesische als deutsche Module verbaut werden, haben in Österreich 57,80 % der Anlagenbetreiber ein deutsches Modul eingesetzt. Dies liegt aber auch daran, dass der Unterschied zwischen chinesischen und deutschen Qualitätsmodulen nicht wahnsinnig groß ist. Es bestätigt laut Michael Ziegler auch die Auffassung, dass sich Solaranlagen nicht ausschließlich über den Preis verkaufen. Hier noch ein Zitat:

„Dass der Fokus nicht ausschließlich am Preis liegt, ist in Österreichs Fördersystem begründet, welches nicht den Zweck verfolgt, dass Anlagenbetreiber eine Rendite mit der Solaranlage erwirtschaften. Vielmehr liegt der Sinn der Förderung in einer Investitionsunterstützung in erneuerbare Energien. Die Förderung sorgt zwar für einen Ansturm auf die jährlich bereitgestellten Fördertöpfe von Bund und Länder, hat aber keine direkte Auswirkung auf den Verkaufspreis einer Photovoltaikanlage.“

Hier findet ihr noch ein paar Details zur Studie. Um € 49,95 zzgl. USt. kann sie hier erworben werden. Nach Bezahlung wird ein Downloadlink zugeschickt.

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